Patientenverfügung

Eine Patientenverfügung ist eine vorsorgliche, schriftliche Erklärung bezüglich der medizinischen Versorgung und Pflege für den Fall, dass Sie, z. B. durch einen Unfall oder eine schwere Krankheit, Ihren Willen nicht mehr frei äußern können. Deshalb sollten darin möglichst viele Szenarien klar dargelegt werden, damit sich die Ärzte und Angehörigen im Ernstfall danach richten können. Es ist außerdem hilfreich, mit einem nahestehenden Menschen über die Inhalte der Patientenverfügung zu sprechen und ggf. ein Schriftstück über Ihre Wertvorstellungen beizulegen, damit Ihr Wille klar interpretiert werden kann.

Das Schriftstück ist ohne notarielle Beglaubigung gültig, muss aber von Ihnen unterschrieben sein. Die Patientenverfügung regelt das Einleiten, den Umfang oder das Unterlassen bestimmter medizinischer Maßnahmen, insbesondere in Bezug auf:

  • Lebenserhaltende Maßnahmen
  • Schmerz- und Symptombehandlung
  • Künstliche Ernährung und Flüssigkeitszufuhr
  • Wiederbelebung
  • Künstliche Beatmung
  • Dialyse
  • Antibiotika
  • Blut/Blutbestandteile
  • Ort der Behandlung, Beistand
  • Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht
  • Verbindlichkeit, Auslegung und Durchsetzung,
  • Widerruf der Patientenverfügung
  • Hinweise auf weitere Vorsorgeverfügungen
  • Sonstige Erläuterungen, z. B. eigene Wertvorstellungen

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz bietet auf seiner Website Formulierungshilfen und ausführliche Informationen zum Thema Patientenverfügung.