Der persönliche Abschied

In der Trauer um einen Menschen sind seine Angehörigen vereint und doch trauert jeder ganz individuell auf seine Art und Weise. Dadurch sind auch die Wege der Abschiednahme verschieden. Vielen ist es ein Bedürfnis, die verstorbene Person noch einmal zu sehen, sich an den offenen Sarg zu setzen und vielleicht noch einmal die Hand zu berühren. Wir begleiten Sie bei dieser Begegnung und ziehen uns zurück, wenn Sie mit dem Verstorbenen alleine sein möchten. Zu realisieren, dass dieser Mensch wirklich gestorben ist – es mit seinen eigenen Augen zu sehen –, hilft Ihnen auf dem Trauerweg, mit diesem Schicksalsschlag umzugehen. Sie können die Möglichkeit nutzen, einen Abschiedsbrief oder Gegenstand in den Sarg zu legen. Besonders Kindern ist es häufig ein Anliegen, dem Verstorbenen noch etwas mitgeben zu können.

Wenn Kinder trauern und Abschied nehmen müssen

Wenn z. B. der Opa oder die Oma eines Kindes verstirbt, stellt sich den Eltern die Frage, wie man seinen Kindern den Tod erklärt und in welchem Umfang sie an den Abschiedsritualen teilhaben sollten. Diese Fragen lassen sich nicht pauschal beantworten. Kinder gehen oft viel unbefangener mit dem Thema um und haben auch bei der Begegnung mit dem Verstorbenen weniger Berührungsängste. Es sind häufig die jüngsten Familienmitglieder, die gerne noch etwas in den Sarg legen möchten. Wir empfehlen, in der Familie offen über den Todesfall zu sprechen und den Kindern alle aufkommenden Fragen zu beantworten.

Wenn die Trauer zum Tabu erklärt wird, bleibt für die Kleinen vieles ungeklärt und nicht selten werden sie von Ängsten und Schuldgefühlen gequält. Erzählen Sie den Kindern so viel, wie sie wissen möchten, aber versuchen Sie dabei nicht zu werten, zu verharmlosen oder zu dramatisieren. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob ein Kind an einer Abschiednahme oder an der Trauerfeier teilnehmen sollte, fragen Sie das Kind selbst, wie es sich verabschieden möchte. Dabei sollte jedoch immer gewährleistet sein, dass ein Erwachsener dem Kind zur Seite steht.

Zu Hause Abschied nehmen – Die Hausaufbahrung

Auch wenn ein Mensch im Krankenhaus oder Pflegeheim verstirbt, ist es möglich, den Verstorbenen noch einmal zu Hause in seinem gewohnten Umfeld aufzubahren. So haben Freunde, Familie, Nachbarn und Bekannte die Möglichkeit, sich persönlich zu verabschieden und im Trauerhaus den nächsten Angehörigen zu kondolieren. Das Beisammensein während einer Hausaufbahrung ist für viele ein sehr tröstliches Ereignis, bei dem über frühere Geschichten und alte Erinnerungen geredet wird. Im Rahmen einer Hausaufbahrung kann auch eine Aussegnung vom Pfarrer durchgeführt werden.