Bestattungsarten

Generell wird zwischen zwei Bestattungsarten unterschieden: der klassischen Erdbestattung und der Feuerbestattung mit verschiedenen Varianten der Beisetzung. Wenn ein Mensch stirbt, muss er spätestens nach 36 Stunden vom Bestatter in gekühlte Räume überführt werden. Bis dahin ist es möglich, z. B. im Rahmen einer Hausaufbahrung, Abschied zu nehmen. Auch danach kann eine persönliche Abschiednahme am offenen Sarg in den Abschiedsräumen des Friedhofs erfolgen.

Erdbestattung

Bei der Erdbestattung wird der Verstorbene in einen Sarg aus Holz gebettet, der auf einem Friedhof beigesetzt wird. Die Trauerfeier findet am geschlossenen Sarg statt, der anschließend beerdigt wird. Die Erdbestattung ist die traditionelle Form der Beisetzung.

Feuerbestattung

Die Feuerbestattung erfolgt entsprechend dem Willen des Verstorbenen oder seiner Angehörigen. Dabei wird der Leichnam in einem Sarg ins Krematorium überführt und dort eingeäschert. Die Totenasche wird in eine Aschekapsel gefüllt und in einer Urne auf dem Friedhof oder im Meer beigesetzt.

Seebestattung

Die Seebestattung setzt die Einäscherung des Verstorbenen voraus und kann entweder in Anwesenheit der Angehörigen oder anonym auf der Nord- oder Ostsee erfolgen. Die Trauerfeier kann sowohl am Sarg vor der Einäscherung als auch an der Urne vor oder während der Schiffsfahrt stattfinden. Die Angehörigen erhalten im Anschluss die Koordinaten und einen Seekartenausschnitt von dem Ort, an dem die Beisetzung erfolgte. Die Seeurne sinkt auf den Meeresgrund, löst sich im Wasser auf und setzt die Asche frei.

Flussbestattung

Eine sehr symbolträchtige Art der Beisetzung ist die Flussbestattung, bei der ähnlich der Seebestattung die Asche in einer wasserlöslichen Seeurne einem Fluss übergeben wird. Aufgrund der geltenden Friedhofspflicht ist diese Bestattungsart in Deutschland nicht gestattet und darf nur im Ausland durchgeführt werden. Deshalb sollte ein solcher Wunsch schon zu Lebzeiten schriftlich verfügt werden.

Waldbestattung

Für sehr naturverbundene Menschen bietet sich die Waldbestattung an, die die Kremierung des Verstorbenen voraussetzt. In einer Urne wird die Asche an den Wurzeln eines Baumes außerhalb des Friedhofs in einem Bestattungswald beigesetzt. Diese Art der Beisetzung muss bereits zu Lebzeiten von Todes wegen verfügt worden sein.

Mittlerweile gibt es zahlreiche weitere Bestattungsformen. Auf Wunsch beraten wir Sie hierzu gerne in einem persönlichen Beratungsgespräch.